Liebe Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler,

Zwei Wochen Schulschließung liegen hinter uns, eine völlig neue Erfahrung des Lernens und Unterrichtens. Ohne dass wir viel Zeit gehabt hätten uns umzustellen, haben wir uns den neuen Herausforderungen gestellt.

Das gilt für die Schülerinnen und Schüler genauso wie für die Lehrkräfte, aber auch für die Eltern, die ihre Kinder unterstützen. Für das, was bisher von allen Beteiligten geleistet wurde, möchte ich ganz herzlich danken!


Vieles funktioniert gut und wir haben auch vieles an positivem Feedback erhalten. Zu nennen ist unsere stabile Lernplattform Ilias und die – gemessen an den Umständen – gute Vorbereitung des Kollegiums und der Schülerschaft auf das Arbeiten mit der Lernplattform. So haben wir u.a. kurzfristig noch allen ihren Ilias- und ihren Office-Zugang einrichten können. Arbeitsaufträge werden ebenso eifrig erstellt und eingestellt wie sie von den Schüler*innen bearbeitet werden. 

Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es auch Schwierigkeiten gibt, was angesichts der radikalen und plötzlichen Umstellung nicht weiter verwunderlich ist. In verschiedenen Fällen klagen nicht nur Schüler*innen, sondern auch Lehrkräfte über eine erhöhte, in einigen Fällen auch zu große Arbeitsbelastung. Wir müssen uns von der Vorstellung verabschieden, dass wir im digitalen Unterricht genauso schnell voran kommen wie im normalen Unterricht. Es ist für Schüler*innen deutlich aufwändiger, wenn sie sich alles selbst erarbeiten müssen. Dasselbe gilt für das Feedback der Lehrkräfte an die Lerngruppen.
Es ist wichtig, dass der Unterricht weitergeht. Die vollständige Erfüllung des Lehrplans tritt im Moment ebenso wie die Notengebung erst einmal in den Hintergrund.

Die Lehrkräfte achten bei der Erstellung der Aufträge verstärkt darauf, dass diese in der Situation angemessenen Zeitfenstern leistbar sind. Um es übersichtlicher zu machen, sollen Hauptfächer zweimal pro Woche Material einstellen, Nebenfächer nur noch einmal. Wenn alle dabei einen regelmäßigen und gleichbleibenden Turnus finden, der sich in etwa an ihren tatsächlichen Unterrichtstagen orientiert, sollte sich die Arbeitsbelastung für die Schüler*innen einigermaßen gleichmäßig verteilen.

Nur im regelmäßigen konstruktiven Austausch wird es uns gelingen, den digitalen Unterricht zu optimieren. Insofern sind wir weiter dankbar für jede Rückmeldung und Anregung. Wie wertvoll der persönliche Austausch ist, der uns so selbstverständlich war, merken wir nun, da er uns fehlt.
Ich hoffe, dass wir bald wieder in gewohnter Form miteinander in Kontakt treten können und wünsche Ihnen/Euch allen gutes Durchhalten in diesen schwierigen Zeiten, Freude am Lehren und Lernen trotz der erschwerten Rahmenbedingungen - vor allem aber Gesundheit.

Friedrich Burkhardt